Rainer Wekwerth liest am Deutschherren-Gymnasium aus seinem Thriller „Camp 21“

Dr. Berndt Herrmann schrieb dazu in der Aichacher Zeitung vom 14.2.2017 folgendes: 

„Das brauchen wir nicht“

"Eigentlich wollten Mike und Ricky mit dem 78er Mustang ihres Vaters nur ein bisschen Spaß haben. Am Ende landen sie, genau wie Kayla, in einem Bootcamp, das für sie zu einer tödlichen Gefahr wird. Eine Geschichte, die ankommt. Jedenfalls folgten die Siebt- und Achtklässler des Aichacher Deutschherren-Gymnasiums gestern der Lesung von Rainer Wekwerth ziemlich gespannt - und hatten danach jede Menge Fragen an den Autor.

„Camp 21", der neueste Roman des Schriftstellers, beginnt wie ein Roadmovie, spielt mit Krimitraditionen und wird zum Thriller mit Science-Fiction-Elemen-
ten. Ein Genremix, der sich auch aus der Werkbiographie des Ba-den-Württembergers ergibt. Wekwerth hat als Jonathan Abendrot Kinderbücher und als David Kenlock Thriller veröffentlicht, unter seinem richtigen Namen hatte er zuletzt mit „Das Labyrinth erwacht" einen großen Erfolg bei Lesern wie bei der Kritik gefeiert: Die Trilogie wurde als bestes deutschsprachiges Jugendbuch ausgezeichnet.

Was dem Mann, der nach einer knappen dreiviertel Stunde Lesung mit den Schülern schnell ins Gespräch kommt, auch wichtig ist. „Ich will nicht nur unterhalten. Mir geht es darum, Werte zu vermitteln", sagt er den Schülern, vor allem der Wert der Freundschaft habe für ihn eine große Bedeutung.
Dass er sich als politischer, gesellschaftskritischer Jugendbuchautor versteht, macht er gleich zu Beginn der Lesung deutlich, als er über den irritierenden Erfolg von Bootcamps, paramilitärischen Erziehungslagern für Jugendliche, berichtet. Die gebe es in den USA schon länger und sie fänden gerade in Asien große Resonanz. „Ich habe mir gedacht, bevor einer auf die Idee kommt, das bei uns zu machen, schreibe ich ein Buch darüber: So was brauchen wir hier nicht", erzählt er. Das Buch wirft also einen sehr kritischen Blick auf Bootcamps.

Später erzählt der 58-Jährige den Schülern (fast) alles, was die wissen wollen: vom Alltag eines Schriftstellers über die Praxis des Büchermachens und die Verantwortung des Schriftstellers bis
hin zu seinen Autos, seinen Lieblingsgerichten, seinen bevorzugten Spielen auf der X-Box und seinem Lieblingskollegen (John Green).

Als erfahrener Thrillerautor beendete Wekwerth seine Lesung natürlich routiniert mit einem Cliffhanger: Mike und Kayla, mit elektronischen Handfesseln „aneinander gekettet“, fliehen aus dem Camp und springen von einer Klippe in einen Fluss. Wie „Camp 21" endet, verriet er natürlich nicht. Nach der .Zahl der Schüler, die sich anschließend von ihm ein Buch signieren ließen, dürften das aber ziemlich viele bald wissen."

Auf der Facebook-Seite des Autors können Sie lesen, wie er seinen Aufenthalt in Aichach fand.