Fachprofil Biologie

"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.“
(CHARLES DARWIN, 1809-1882, englischer Naturforscher und Begründer der Evolutionstheorie)

Lebenswissenschaft Biologie 

Die Biologie beschäftigt sich mit den vielfältigen Lebenserscheinungen auf unserer Erde. Sie spannt bei deren Erklärung den Bogen von der Ebene der Moleküle über Zellen, Organe und Organsimen bis hin zu Ökosystemen. Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat sie sich von der beschreibenden Naturlehre zu einer experimentell ausgerichteten, vernetzt denkenden und fächerübergreifenden Lebenswissenschaft gewandelt und verfolgt dabei den Anspruch, Antworten auf komplexe naturwissenschaftliche Fragen zu geben.
Das Unterrichtsfach Biologie am Gymnasium bildet diese Entwicklung ab und liefert wichtige Hilfestellungen bei der Bewertung aktueller und zukunftsweisender gesellschaftlicher Herausforderungen wie den Arten- und Biotopschutz oder bei kontrovers diskutierten Anwendungen wie der Bio- und Gentechnologie. Dabei ist nicht die Anhäufung isolierter biologischer Fachbegriffe unsere Leitlinie, sondern vielmehr die Vermittlung eines Verständnisses biologischer Prinzipien und Zusammenhänge, die auf ähnliche Phänomene übertragen werden können. Die grundlegenden Anforderungen an das Leben wie Stoffwechsel, Entwicklung, Reproduktion, Regulation, Wechselwirkung, Variabilität oder Angepasstheit werden in anatomischen und physiologischen Praktika sowie in naturwissenschaftlichen Wettbewerben vertieft. Dazu zählt auch der in der Oberstufe angebotene fächerübergreifende Wahlkurs „Biologisch-chemisches Praktikum (BCP)“, in dem mikroskopische Übungen durchgeführt und Fragen aus den Bereichen der Ökologie, Fortpflanzung, Wachstum und Stoffwechsel sowie Informationsverarbeitung experimentell bearbeitet werden (siehe auch Fachbereich Chemie). Im Rahmen der W-Seminare wurden in den letzten Jahren sehr erfolgreiche Kontakte zu Wissenschaftler*innen an Hochschulen in München und Augsburg aufgebaut, die unsere Schüler*innen bei der Anfertigung ihrer Seminararbeit tatkräftig unterstützen. Als weitere Leitlinie des Biologieunterrichts verfolgen wir das Ziel, bei den Schüler*innen ein Bewusstsein zur Bewahrung einer vielfältigen Natur (Biodiversität) und die Bereitschaft zur Gesunderhaltung des eigenen Körpers durch eine bewusste Lebensführung zu entwickeln.

Fachschaft

Fachbetreuung und Sammlungsleitung
Bernd Ganster
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Fachschaftsmitglieder
Dr. Rudolf Bochskanl, Bettina Brauer, Tobias Luschner, Sandra Pichlkostner, Sophia Schrauth, Susanne Wagner

Lehrbücher

Jahrgangsstufe 5 (G 9): Natura 5, Schwerpunkt Biologie, Klett Verlag Stuttgart 2016.
Jahrgangsstufe 6 (G 9): Natura 6, Schwerpunkt Biologie, Klett Verlag Stuttgart 2018.
Jahrgangsstufe 8-10 (G 8): Netzwerk Biologie 8-10, Schroedel Verlag Braunschweig 2006-2008.
Jahrgangsstufe 11-12 (G 8): Linder Biologie 11-12, Schroedel Verlag Braunschweig 2010-2011.

Wettbewerbe

Jahrgangsstufen 5-9
Experimente antworten  
www.km.bayern.de/schueler/meldung/53/freude-am-experimentieren.html

Jahrgangsstufen 8-9
Internationale Junior Science Olympiade 
www.ijso2020.de/de/deutschland.html

Jahrgangsstufen 5-8
Schüler experimentieren  
www.jugend-forscht.de/teilnahme/alterssparten/schueler-experimentieren.html

Jahrgangsstufen 9-12
Jugend forscht  
www.jugend-forscht.de/

ab Jahrgangsstufe 11
Internationale Biologie Olympiade 
www.biologieolympiade.de/

P- und W-Seminare

P-Seminar
Zoo der Zukunft (2012/14)
Gesunde Schule – Rezeptbuch für ausgewogene Pausensnacks (2013/15)
Artenschutz – am Ende? (2015/17)
Wohin diesmal? Biologische Wandertage in der Unter- und Mittelstufe (2016/18)
Tod und Sterben (2017/19)
Energiekonzept für das Deutschherren-Gymnasium (2018/20)

W-Seminar
Lebensraum Deutschherren-Gymnasium und Umgebung (2011/13)
Kriminalbiologie – dem Täter auf der Spur (2012/14)
Sport biologisch betrachtet (2014/16)
Zurück zur Natur (2015/17)
Mykologie – im Reich der Pilze (2017/19)

Gesundheitserziehung und Suchtprävention

Jahrgangsstufen 5-9
Internationaler Nichtraucherwettbewerb „Be smart – don’t start“
www.besmart.info

Jahrgangsstufe 8
Informationsveranstaltung „Jugendliche & Sexualität“ durch eine Gynäkologin aus Friedberg

Jahrgangsstufe 9
Informationsveranstaltung „legale und illegale Drogen“ durch die Kriminalpolizei Augsburg

Jahrgangsstufe 9
Workshop „Ess-Störungen“ mit dem SOS Kinderdorf/Schneewittchen Augsburg
www.sos-kinderdorf.de/kinderdorf-augsburg/angebote

Jahrgangsstufe 12
„Aktionstag gegen Alkoholmissbrauch“ mit den Anonymen Alkoholikern und Al-Anon Augsburg

Natur- und Umweltschutz

Jahrgangsstufen 5-10
Haus- und Straßensammlung des Landesbundes für Vogelschutz e. V.
www.lbv.de
Seit einigen Jahren unterstützen Schülerinnen und Schüler mit sehr großem Erfolg die Belange des Naturschutzes und helfen mit ihrem Engagement, schützenswerte Lebensräume zu erhalten.

P-Seminar
ÖKOPROFIT Schule
lra-aic-fdb.de/landkreis/klimaschutz/projekte/bildung/oekoprofit-schule
Teilnahme am zweijährigen Projekt zum Umwelt- und Klimaschutz an Schulen im Wittelsbacher Land unter der Federführung des Landratsamtes Aichach-Friedberg

Aktuelles

Im Schuljahr 2017/18 wurde eine etwa 150 m2 große Grasfläche auf dem westlichen Schulgelände in eine naturnahe, vielfältige und artenreiche Schmetterlingswiese umgewandelt. Sie steht ab sofort in den Frühlings- und Sommermonaten unseren Klassen für ökologische Untersuchungen, Tier- und Pflanzenbestimmungen oder zum Studium des Blütenbaus zur Verfügung – und den tierischen Blütenbesuchern als reich gedeckter Tisch.

Seit dem Schuljahr 2018/19 läuft das Projekt „Jahrgangsstufenbaum“, in dem jede neu an unserer Schule beginnende 5. Jahrgangsstufe einen Obstbaum pflanzt. Im Laufe der Jahre können das Wachstum der Gehölze sowie die Vorgänge der Bestäubung und Fruchtbildung beobachtet werden. Gleichzeitig zeigen die Bäume bei späteren Abiturtreffen anschaulich auf, „wie doch die Zeit vergeht“ und geben somit den Schüler*innen die Möglichkeit, sich mit „ihrem“ Baum anzufreunden. Nicht vergessen werden sollte zudem der wichtige Beitrag zur ökologischen Aufwertung des Schulgeländes.
Schuljahr 2018/19: Klarapfel (Jakobsapfel)
 
Im November 2018 führten Schüler*innen der Q 12 mit Unterstützung durch das Landratsamt Aichach-Friedberg eine Baumpflanzaktion durch. Auf Eigeninitiative und unter Anleitung eines Försters wurden auf einer Lichtung in Schulnähe (Untergriesbach), das durch einen Windwurf beschädigt wurde, 100 Setzlinge von Ess-Kastanie und Bergahorn in den Waldboden gepflanzt. Eine einfache, aber wirkungsvolle ökologische Renaturierungsmaßnahme, die sogar Spaß macht!

Schulinsektenhaus – offene Wissenschaft im Dienste der Natur

Bisher gibt es kaum langfristige Studien zur Entwicklung des Insektenbestands. Es ist noch unklar, wie sich Populationen vieler Arten entwickeln werden. Um flächende-ckend und langfristig Daten über Bestäuber wie Wildbienen und weitere Insekten zu sammeln, kooperieren Schüler*innen des UWC Robert Bosch College mit Forscher*innen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im groß angelegten Pro-jekt Schulinsektenhaus (www.schulinsektenhaus.de).
Deutschlandweit gibt es immer weniger Insekten. Der alarmierende Rückgang kann auch im Alltag an der nahezu insektenfreien Windschutzscheibe unserer Autos beobachtet werden. Das Forscherteam der sog. ‚Krefeldstudie‘ konnte belegen, dass die Insektenbiomasse in ver-schiedenen Naturschutzgebieten Deutschlands seit 1989 um 75% abgenommen hat. Auch ein Blick in die Rote Liste gefährdeter Arten Deutschlands belegt: Von den heimischen Insektenspezies zeigen 45% langfristig einen negativen Bestandstrend und über 50% der Bie-nenarten sind als mindestens gefährdet eingestuft. Der Verlust an Bestäubern könnte schon bald direkt für uns spürbar werden, da 80% unserer Obst-und Gemüsesorten auf Insekten als Bestäuber angewiesen sind. Doch nicht nur für uns Menschen, auch für viele Wildpflanzen sind Bestäuber essentiell für die Vermehrung und stellen zudem eine wichtige Nahrungs-grundlage für viele Tiergruppen dar. Beispielsweise wird angenommen, dass der rückläufige Bestandstrend der Vögel in Zusammenhang mit dem Insektenrückgang steht, da die meisten heimischen Vogelarten für die Aufzucht ihrer Jungen auf Insekten angewiesen sind. An mehr als 500 teilnehmende Schulen wurden Insektenhäuser (Nisthilfen) in ganz Deutsch-land verschicken. Nach jeder Sommersaison wird eine Nisthilfe an die Forschergruppen, be-stehend aus Wissenschaftler*innen und Schüler*innen, in Freiburg zurückgesendet. Dort werden die Art und Anzahl der vorkommenden Insekten für jeden Schulstandort analysiert. So können beispielsweise die Ausbreitung neuer Arten, Nahrungsgewohnheiten und Verbrei-tungsgrenzen erfasst werden. Werden diese Beobachtungen über einen langen Zeitraum durchgeführt, können Populationstrends erfasst und ein Beitrag geleistet werden, die Ursa-chen des Insektenrückgangs zu identifizieren.

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